FISH: Fluoreszenz-in situ-Hybridisierung

Fluoreszenzmarkierte DNA-Sonden werden in der molekularen Zytogenetik an Chromosomen- oder Interphasekernpräparaten eingesetzt. Die DNA-Sonden binden (hybridisieren) spezifisch an homologen (entsprechenden) DNA-Abschnitten der Chromosomen und im Zellkern.

FISH Anwendungsbereiche

In der pränatalen Zytogenetik

  • FISH-Schnelltest
  • Polkörperdiagnostik


[Nachweis einer Trisomie 21, zwei grüne (Chr. 13) und drei rote (Chr.21) Fluoreszenz-signale]


In der prä- und postnatalen Zytogenetik

  • Zum Ausschluß einer Translokationstrisomie
  • Fein-Charakterisierung zytogenetisch auffälliger Chromosomenbefunde
  • bei V.a. Mikrodeletionssyndrom, bei unklarer Erkrankung mit u.a. mentaler Retardierung, Herzfehler
  • Subtelomer-Screening, bei unklarer mentaler Retardierung


[Ausschluß einer Translokation der Down-Region eines Chromo-soms 21, zwei rote (Down-Region) Fluoreszenzsignale jeweils auf einem Chromosom 21] (Bildausschnitt)